Während bei der aktuell laufenden Fußball-Weltmeisterschaft der Blick vieler Menschen auf die Spiele gerichtet ist, leisten tausende Freiwillige hinter den Kulissen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Turniers. Wie nachhaltig sich ein solches Engagement auswirken kann, zeigt eine aktuelle Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Auftrag der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE).
Ahaus (Nordrhein-Westfalen) – Wer im Park spontan Fußball spielen oder picknicken möchte, scheitert gerne mal an fehlender Ausstattung oder geschlossenen Verleihstationen. In der Stadt Ahaus (ca. 40.000 Einwohner) ist das kein Problem: Mit einem digitalen Verleihschrank können Nutzer per QR-Code und Bluetooth Sport- und Spielgeräte unkompliziert ausleihen. Das System benötigt weder Personal noch einen festen Stromanschluss. Damit steigert die Stadt kosteneffizient die Aufenthaltsqualität im Schlosspark.
Deutschland erlebt derzeit eine anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius. Für viele Menschen bedeutet dies eine erhebliche Belastung – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen. Gleichzeitig stehen Städte und Gemeinden vor der Herausforderung, ihre Bevölkerung wirksam vor den Folgen extremer Hitze zu schützen.
Digitale Stadtentwicklung wird häufig mit effizienteren Verwaltungsleistungen, besserer Mobilität oder mehr Nachhaltigkeit verbunden. Doch Smart-City-Projekte können noch weitreichendere Wirkungen entfalten: Sie stärken die regionale Wirtschaft, erhöhen die Attraktivität von Standorten und fördern Innovationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit dem Titel „Indirekte regionalwirtschaftliche Effekte der Smart City – Wie digitale Lösungen Wirtschaftsstandorte stärken“.
Wie können Kommunen den Herausforderungen des Klimawandels begegnen? Welche Perspektiven eröffnen innovative Planungsansätze für die Entwicklung ländlicher Räume? Und wie lassen sich Zukunftsbilder nutzen, um heute die richtigen Entscheidungen für morgen zu treffen?
Die Flutkatastrophe im Juli 2021 zählt zu den schwersten Naturereignissen der jüngeren deutschen Geschichte. Insbesondere in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden zahlreiche Kommunen innerhalb weniger Stunden mit den Folgen extremer Niederschläge, zerstörter Infrastrukturen und enormer Schäden konfrontiert. Die Ereignisse haben deutlich gemacht, dass Hochwasserschutz, Klimaanpassung und Resilienz künftig noch stärker in kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen verankert werden müssen.
Die finanzielle Lage vieler Städte, Gemeinden und Landkreise bleibt angespannt. Gleichzeitig stehen Kommunen vor der Herausforderung, ihre Infrastruktur zu modernisieren, Klimaziele zu erreichen und die Daseinsvorsorge zukunftsfest aufzustellen. Vor diesem Hintergrund kommt dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität eine besondere Bedeutung zu.
Gerolstein (Eifel) – In der Verbandsgemeinde Gerolstein dienen smarte Sitzbänke als moderne Begegnungsorte mit digitalem Mehrwert. Die Bänke nutzen Solarenergie zum Laden mobiler Endgeräte und werten durch LED-Licht dunkle Areale auf. Das Projekt beweist, dass moderne Infrastruktur im ländlichen Raum unkompliziert umsetzbar ist: Durch die autarke Technik und die einfache Montage auf Betonplatten bleibt der bauliche Aufwand gering. Seit fünf Jahren bewähren sich die robusten Möbel im täglichen Einsatz.
Die kommunale Wärmeplanung gewinnt deutschlandweit spürbar an Dynamik. Wie eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Bau‑, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, haben bereits knapp 60 Prozent aller Gemeinden mit der Erstellung eines Wärmeplans begonnen oder diesen abgeschlossen. Auch Rheinland-Pfalz gehört zu den Ländern mit einem hohen Umsetzungsstand.
Wie wirken sich finanzielle Engpässe, demografischer Wandel und gesellschaftliche Umbrüche auf Städte und Gemeinden im ländlichen Raum aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der neue Sammelband „Krisen ländlicher Räume – Ursachen und Folgen von Austeritätspolitik in Kommunen“. Das Werk beleuchtet die Herausforderungen vieler Kommunen – von Investitionsrückständen über Infrastrukturfragen bis hin zu gesellschaftlichem Zusammenhalt – und diskutiert zugleich mögliche Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Kommunalpolitik.